Vergleicht man Naxos mit den anderen Inseln der Kykladen, wirkt diese schöne Insel riesig und weniger überlaufen als z.B. Paros. Es gibt hier eine Vielzahl von Landschaftsbildern: fruchtbare Uferebenen, fast weiße Sandstrände, Dünenlandschaften wie an der Nordsee, alpenähnliche Bergmassive und eine interessante Hauptstadt mit einer sehr schönen Altstadt (Plaka).
Man schlendert hier durch verwinkelte Gassen, an hübsch verzierten Treppen und uralten Häuserfassaden vorbei zum Kloster hinauf, einer venizianischen Burg, die manchmal von kleinen Kätzchen bewohnt wird. Drum herum bemerkt man die kubischen weißen Häuser, mit bunten Fensterläden, Balkonen und Blumentöpfen.
Wenn man dann von der Antike genug gesehen hat, spaziert man die “Paralia” (Hafenpromenade) entlang. Hier findet man die üblichen schicken Cafés und Music-Bars, Tavernen und Souveniershops und im Hafen viele Yachten und Segelboote aller Preisklassen. Oder man wandert hinüber zum Tempeltor “Portara” vor Naxos Stadt. Dazu geht man über einen Damm vom Hafen aus auf eine kleine Felsinsel. Unter dem Tor aus mächtigen Monolithen, das übrigens ca. 7 Meter hoch und 5 Meter breit ist, kommt man sich wirklich winzig vor. Von hier aus hat man einen fantsatischen Blick auf die Hora und die einlaufenden Schiffe. Man bekommt eine Vorstellung von der Größe des Tempels der hier entstehen sollte, der aber letztlich nie erbaut wurde.
Unser Zuhause für 2 Wochen Urlaub hieß “To Oneiro”. Das Ferienhaus lag gut 200m entfernt von dem langen und relativ breiten Sandstrand Agios Prokopios. Dieser geht südwärts nahtlos über in die Strände von Agios Anna und Maragas bis zum kilometerlangen Strand von Pláka.
Das Ferienhaus gehört einer holländischen Familie, die ihr Feriendomizil immer mal wieder an Gäste vermietet. Das Ferienhaus hat 70 m² Wohnfläche, einen Parkplatz, eine Terrasse mit Garten und eine beschattete Veranda mit Blick auf die Ägaïs und die Insel Paros. Die Kontaktaufnahme und die Abwicklung bezüglich der Schlüsselübergabe mit den Besitzern war ausgeprochen freundlich und perfekt organisiert. Für den Aufenthalt wurden Infos und Tipps zur Anreise vorbereitet und zugeschickt. Und auch vor Ort ist alles da was man braucht. Wer aber in der Dämmerung anreist, der muss ein wenig darauf achten, den richtigen Eingang zu finden
Das Häuschen ist urig “geschnitten”, wie man auf den Fotos erkennen kann. Unten und oben jeweils ein Schlafzimmer, wobei das obere über dem Wohnbereich liegt und offen ist. Also für zwei Paare oder eine Familie und 2 Kindern ist das prima. Die Küche bietet alles was man braucht und die Terasse ist wirklich groß. Nur sollte man Jahreszeitenabhängig die Fenster auf intakte Fliegengitter hin prüfen, denn dann muss man schon mal mit Mücken rechnen. Infos zu To Oneiro
Am rechten Ende des Strandabschnittes, oben auf dem Hügel, befindet sich eine Taverne mit Panoramablick. Hier gibt es neben einem tollen Ausblick auch gutes Essen. Je nach Jahreszeit ist frühzeitiges Erscheinen angebracht, denn die Taverne ist sehr gut besucht.
Nach einer gewissen Zeit der Eingewöhnung und Entspannung sowie ausgiebigen Strandspaziergängen, zieht es einen dann doch mal ins Innere der Insel. Eine Tour in die Hochebene und den Göttervater Zeus auf auf seinem Berg besuchen.
Der Berg Zeus, bestehend aus kahlem Kalksandstein und einer Höhe von 1001 m ist er der höchste Berg der Kykladen. Am besten startet man sehr früh am Morgen, damit man auch oben auf dem Berg bei gemütlich warmer Temperatur fürhstücken kann und vor allem vor der Mittagshitze wieder unten im Tal ankommt.
Festes Schuhwerk (Wandershuhe / Trackingschuhe) ist absolute Voraussetzung für die Tour.
Der Aufstieg ist bei normalem Tempo (also keine Stopps bei jeder Pflanze) in ca. 1 –1,5 Stunden zu schaffen. Zeitweise erinnert die Berglandschaft an Kreta, auch wenn das Gebirge dort viel mächtiger ist. Der Blick auf die umliegenen Inseln und die Stadt Naxos ist fantastisch.
Die Hochebene “Tragea”. Wer lust auf ausgiebige Wandertouren hat, sollte sich auf den Weg in die Tragea-Hochebene machen. Wir gingen den Weg von “Damalas” über Tsikkalario nach Filoti.
Unser Ausgangspunkt war der Ort Damalas, ein Kykladendorf wie im Bilderbuch. Neben einer kleinen Kirche konnten wir den Hohlweg und somit den Start der Wanderung entdecken. Es ging von dort ein wenig aufwärts, durch eine struppige nach Kräutern duftende Berglandschaft. Unterwegs trifft man immer wieder auf frei laufende Bergziegen. Der Weg führte weiter durch Olivenhaine, vorbei an Eukalypthusbäumen, kleinen byzanthinischen Kirchen, und urigen Treppenaufgängen.
Am Fuß des Hügels zur Burg Tsikalariou Castle haben wir noch eine kleine Kirche entdeckt, die in der Zeit vor Christi gebaut sein soll. Nach kurzem Aufenthalt ging es dann weiter nach Filoti.
Wer in dieser Gegend unterwegs ist, muss einfach nach Filoti um durch den Ort zu wandern oder aber um eine Rast einzulegen. Letzteres sei hiermit ausdrücklich empfohlen. Ein kleiner Bummel durch die Gassen dieses schönen Ortes ist obligatorisch.

